Ein Experteninterview mit Julia Eva Brand
Ein Ort für individuelle Behandlungen und moderne Therapiekonzepte:
Unweit der Alster, im beliebten Hamburger Stadtteil Harvestehude, hat Julia Eva Brand mit ihrer Privatpraxis Studio Health einen Ort geschaffen, an dem moderne Physiotherapie in Ruhe stattfinden darf. Hier erwartet Patienten kein nüchternes Behandlungskabinett – sondern eine stilvolle Umgebung mit Wellness-Flair, Zeit zum Ankommen und die Möglichkeit, Beschwerden mit fachlicher Tiefe und menschlichem Einfühlungsvermögen zu begegnen. Im Stundenrhythmus begleitet Julia Eva Brand Menschen auf charmante und fröhliche Weise, um Schmerzen zu lindern, ihre Beweglichkeit zu erhalten oder zu verbessern – beispielsweise bei orthopädischen Beschwerden, Verspannungen oder funktionellen Einschränkungen.
Im Gespräch mit dem PHYSIOTHERAPIEmagazin spricht Julia Eva Brand über das, was Studio Health ausmacht, und warum es manchmal nicht nur um Therapie geht – sondern um Vertrauen, Klarheit und den richtigen Rahmen.
PHYSIOTHERAPIEmagazin: Frau Brand, was hat Sie motiviert, mit Studio Health eine eigene Privatpraxis zu eröffnen?
Julia Eva Brand: Ich wollte einen Ort schaffen, an dem gute Therapie etwas besonderes sein darf. Physiotherapie soll auch Freude machen. Ein echter Dialog mit Menschen – kombiniert mit fachlich kompetenter Physiotherapie. Ich wollte eine Verbindung aus physiotherapeutischer Behandlung und Wohlfühlambiente schaffen. Auch Physiotherapie kann eine Auszeit vom oft stressigen Alltag sein – eine Zeit, in der man sich rundum wohlfühlt.
Ich habe viele Jahre in Praxen und Kliniken gearbeitet, unter Zeitdruck, mit standardisierten Abläufen – dabei wurde mir bewusst, wie viel Potenzial verloren geht, wenn man nicht wirklich zuhören und hinsehen kann.
In meiner eigenen Praxis habe ich die Freiheit, meine Patientinnen und Patienten in Ruhe kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen, ihre Beschwerden im Kontext zu verstehen – und eine Behandlung zu ermöglichen, die individuell und tiefgreifend ist. Es war mir wichtig, eine Umgebung zu gestalten, die diese Haltung unterstützt: ruhig, stilvoll, offen. Ein Raum, in dem man sich wohl und aufgehoben fühlt und sich immer wieder auf den nächsten Termin freut.
Was erwartet Patienten bei Ihnen – abgesehen vom besonderen Ambiente?
Viele meiner Patienten kommen mit dem Wunsch, endlich „richtig“ gesehen zu werden. Sie haben oft eine lange Vorgeschichte hinter sich – viele Untersuchungen und Behandlungen, oft wenig Veränderung, viele wechselnde Therapeuten, kaum Raum für Fragen. Bei mir beginnt alles mit Zeit. Ich nehme mir eine ganze Stunde pro Termin Zeit, weil echte Therapie nicht im Vorbeigehen funktioniert.
Darin eingebettet ist mein therapeutisches Spektrum und meine langjährige Berufserfahrung – sowohl im klinischen als auch im Praxisbereich: Ich arbeite unter anderem mit Manueller Therapie nach dem Maitland-Konzept, CMD-Behandlungen bei Kiefergelenksthematiken, Faszientherapie, klassischen Massageformen oder auch mit Triggerpunkttherapie. Ich sehe das nicht als „Methodenkoffer“, den ich abarbeite. Für mich ist entscheidend: Was braucht dieser Mensch genau heute – und was hilft ihm wirklich, seine Situation besser zu verstehen und aktiv anzugehen?
„Ich begegne meinen Patienten nicht als Fall oder Diagnose – sondern als Mensch, der bei mir persönlich willkommen ist: mit seiner Geschichte, mit Fragen und Beschwerden.“

Sie behandeln ausschließlich im Stundenrhythmus – ein bewusstes Konzept?
Absolut. Ich habe mich ganz bewusst gegen die 20-Minuten-Taktung entschieden. In einer Stunde kann man nicht nur Symptome behandeln, sondern auch Ursachen finden. Man hat Zeit, Beschwerden zu lindern, Zusammenhänge zu erklären, Fragen zu beantworten, Vertrauen aufzubauen – und ganz besonders wichtig: Meine Patienten freuen sich, einfach mal kurz durchzuatmen und sich zu entspannen.
Viele Patienten berichten mir, dass sie diese Ruhe und Klarheit als fast schon therapeutischen Luxus erleben – unabhängig von der eigentlichen Behandlung. Für mich ist das kein „Extra“, sondern die Voraussetzung für Qualität, Wohlbefinden und Erfolg.
Was unterscheidet Studio Health aus Ihrer Sicht von anderen physiotherapeutischen Einrichtungen?
Ich glaube, das merkt jeder Patient schon beim Betreten meiner Praxis. Ich begegne meinen Patienten freundlich, offen und interessiert – nicht als Fall oder Diagnose. Für mich ist es immer wieder spannend, mit welcher Geschichte jemand zu mir kommt, mit welchen Beschwerden und Fragen. Dazu kommt natürlich das, was man sofort spürt, wenn man die Praxis betritt: eine ruhige, klare Gestaltung, warme Farben, viel Licht – kein typisches „Praxisgefühl“. Man soll sich jederzeit willkommen fühlen.
Und dann ist da die unkomplizierte Kommunikation: Bei mir kann man einfach per WhatsApp einen Termin anfragen oder eine Rückfrage stellen. Ohne Hürden, ohne Warteschleifen. Ich glaube, dass sich viele Menschen genau das wünschen: Fachlichkeit, aber eben auch Menschlichkeit.
Mit welchen Anliegen kommen Ihre Patienten zu Ihnen?
Häufig geht es um klassische orthopädische Beschwerden: Rückenschmerzen, Schulter-Nacken-Probleme, Einschränkungen durch Fehlhaltungen oder Überbelastung. Ein Schwerpunkt liegt auch auf Kiefergelenksproblemen (CMD) – also Knirschen, Pressen, eingeschränkte Mundöffnung. Diese Themen sind oft vielschichtig, sowohl körperlich als auch emotional.
Was all diese Menschen verbindet: Sie suchen Hilfe, Klarheit, Struktur und eine Therapie, die nicht nur Symptome überdeckt, sondern an der Ursache ansetzt – ohne Zeitdruck, mit Verstand und Herz.
Was bedeutet für Sie ganzheitliche Physiotherapie – ein Begriff, der oft genutzt wird?
Für mich ist es keine Floskel, sondern gelebter Alltag. Ganzheitlich heißt für mich, dass ich nicht nur eine schmerzende Schulter behandle – sondern frage: Wie hängt das mit dem Alltag zusammen? Gibt es Stress, Fehlhaltungen, unbewusste Muster?
Ich nehme mir die Zeit, diese Dinge gemeinsam mit dem Patienten zu verstehen – und dann gezielt, fundiert und lösungsorientiert zu arbeiten. Dabei kombiniere ich manuelle Techniken mit Aufklärung, Körperwahrnehmung und Übungen, die im Alltag umsetzbar sind. Mein Ziel ist es, dass meine Patienten wieder Freude an Bewegung finden.
Was würden Sie jemandem raten, der überlegt, sich bei Ihnen zu melden – aber unsicher ist, ob Physiotherapie das Richtige ist?
Ein erstes Gespräch ist immer möglich. Ich lade jeden ein, sich einfach bei mir zu melden, per Mail, telefonisch oder ganz unkompliziert per WhatsApp. Wir schauen gemeinsam: Was steht im Vordergrund? Wo liegen mögliche Zusammenhänge? Und wie könnte ein sinnvoller Weg aussehen?
Ich verspreche keine schnellen Wunder – aber ich verspreche, dass ich genau hinschaue, ehrlich einschätze und mit Ihnen gemeinsam arbeite. Denn das ist für mich echte Therapie: klar, individuell, menschlich – und das in ruhiger Atmosphäre.
Redaktion: Julia Eva Brand vereint in ihrer Praxis Studio Health moderne Physiotherapie, therapeutische Tiefe und ein Ambiente, das zum Verweilen einlädt. Unweit der Alster gelegen, bietet sie mit ihrer Privatpraxis einen Raum, in dem nicht nur Bewegung, sondern auch Vertrauen und Achtsamkeit ihren Platz finden. Wer einen Ort sucht, an dem Therapie wieder persönlich wird, wird hier nicht nur behandelt – sondern wirklich begleitet.
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